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Seniorenwohnen "Modest Mitterhuber Stiftung"

 

Seniorenwohnen „Modest Mitterhuber Stiftung“ eingeweiht

Großes Interesse der Bevölkerung beim Tag der offenen Tür

„Was lange währt, wird endlich gut“. Auch wenn die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme, insbesondere der Außenanlage, etwas länger gedauert hat wie ursprünglich geplant, ist es sehr gut geworden. Vikarin Anna Ammon und Pfarrer Herbert Holzner erteilten im Rahmen eines Festaktes den kirchlichen Segen. Zahlreiche Gäste waren zu diesem für unsere Gemeinde besonderen Tag gekommen. Neben den Architekten und Fachplanern sowie am Bau beteiligten Firmenvertretern war es eine besondere Freude, auch die Regierungspräsidentin Maria Els begrüßen zu dürfen. Selbstverständlich waren auch die Mieterinnen und Mieter der Seniorenwohnungen bei der Einweihung „ihrer“ Anlage dabei. In einer Bauzeit von zwei Jahren entstanden insgesamt 16 Wohnungen, davon elf Zweizimmer- (50 m²) und fünf Dreizimmerwohnungen (65 m²). Für die Mieter stehen auch Parkplätze, teilweise überdacht, Kellerabteile, ein Fahrradabstell- und ein Waschkeller zur Verfügung. Die Wohnungen und alle Zugänge wurden behindertengerecht gestaltet. Neben einem Ehepaar leben 15 Einzelpersonen auf der Anlage. Die älteste Bewohnerin ist 88 Jahre alt und eine Mieterin ist auf den Rollstuhl angewiesen. Auch für einen anerkannten Asylbewerber im Rentenalter aus Afghanistan konnte eine Wohnung bereitgestellt werden. Das neu entstandene Gemeinschaftshaus mit dem rund 100 m² großen teilbaren Saal sowie einem Seniorenbüro und Nebenräumen wird schon seit einiger Zeit mit Leben erfüllt. Neben privaten Treffen und Feiern der Bewohner wird der Saal inzwischen von der Seniorengymnastik und der von der Nachbarschaftshilfe Schechen neu ins Leben gerufenen Demenz-gruppe genutzt. Endlich fertig geworden sind auch die dringend benötig-ten Carports und Parkplätze für die Bewohner und Besucher. Die architektonisch sehr ansprechende und gelungene Anlage ist mit den großzügig gestalteten Außenanlagen ein echter Gewinn für unsere Gemein-de. Zu verdanken haben wir das Ganze vor allem Modest Mitterhuber, der das 4 000 m² große Baugrundstück für diesen Zweck gestiftet hat. Leider verstarb er fast 90-jährig am 23.8.2017 und konnte die endgültige Fertigstellung nicht mehr miterleben. Als ein Zeichen des Dankes und zur Erinnerung an den großzügigen Stifter haben wir den ebenfalls neu gebauten Verbindungsweg zum Ortskern nach ihm benannt. Sehr erfreulich ist auch, dass die veranschlagten Baukosten von 4,4 Mio. € nahezu eingehalten werden konnten. Ein großer Dank gilt dabei dem Freistaat Bayern, der den Bau über das kommunale Wohnraumförderprogramm mit 1,3 Mio. € Zuschuss und einem zinslosen Darlehen in Höhe von 1,5 Mio. € förderte. Ebenso freuen wir uns über die großzügige Unterstützung der Sparkassenstiftung und dem Zentrum Bayern Familie und Soziales für den Innenausbau in Höhe von 33 000 bzw. 36 000 €.

im Juni 2019
Hans Holzmeier
1. Bürgermeister

  

Gemeinderat legt Vergabekriterien und Mietpreis fest:

Die Wohnungen werden grundsätzlich nur an Rentner, die das 60ste Lebensjahr vollendet haben oder an Menschen mit Behinderung (mind. 80 % GdB) und erwerbsunfähige Personen vermietet. Da es sich bei dem Wohnprojekt um kein klassisches „Betreutes Wohnen“ handelt, sollen die Mieter überwiegend selbstständig einen eigenen Haushalt führen können. Eine ehrenamtliche Betreuung durch die Nachbarschaftshilfe Schechen und durch die gemeindliche Seniorenbeauftragte ist ebenso angedacht wie die Vermittlung von Dienstleistungen (z. B. Alten- und Krankenpflege, Essen auf Rädern, mobiler Friseur, Physiotherapie im Haus usw.).

Für die Wohnungsvergabe gibt es auch gewisse Einkommens- und Vermögensgrenzen. So dürfen die jährlichen Einkünfte den Betrag von 28 000 € für eine Person und 42 000 € für zwei Personen nicht über-schreiten; die Vermögensobergrenze liegt bei 150 000 €. Entsprechende Steuer- und Rentenbescheid sowie rechtsverbindliche Erklärungen sind dafür vorzulegen. Die konkrete Einkommensberechnung soll über das Landratsamt Rosenheim erfolgen. Ein so genannter Wohnberechtigungsschein, wie im sozialen Wohnungs-bau gefordert, ist hier nicht zwingend notwendig. Außerdem dürfen die Bewerber keine gleich- oder höher-wertige Immobilie im Vergleich zur Wohnung in der Seniorenwohnanlage besitzen.

Interessenten aus dem Gemeindebereich, bzw. Angehörige von in der Gemeinde Schechen wohnenden Personen werden bei der Wohnungsvergabe vorrangig behandelt.

Miete wird nach Einkommen gestaffelt!

Der Mietpreis (=Kaltmiete) wird nach Einkommensstufen gestaffelt. Aus Gründen des sozialen Gefüges in der Wohnanlage werden von den 16 Wohnungen fünf Wohnungen an  Bewerber in der Einkommensstufe (Ekst) I, sechs Wohnungen an Bewerber in der Ekst II und fünf Wohnungen an Bewerber in der Ekst III vergeben.
Für die Wohnungen im EG und OG beträgt der Mietpreis in der Ekst I (= bis 12 000 € Nettoeinkünfte) und der Ekst II (= bis 16 000  € Nettoeinkünfte)7,50 € je qm Wohnfläche. In der Ekst III (=über 16 000 € Nettoeinkünfte wird der Mietpreis auf 8 € je qm Wohnfläche festgesetzt. Bei den drei Wohnungen im UG wird die Miete um 0,50 €/qm reduziert. Für einen Pkw-Stellplatz bzw. Carportplatz werden monatlich 20 bzw. 40 € erhoben.

Die Gemeinde behält sich allerdings das Recht vor, in sachlich gerechtfertigten, sozialen oder anderen begründeten Härtefällen, abweichend von den vorstehenden Richtlinien zu entscheiden.

Die Vergabe der einzelnen Wohnungen an die Bewerber erfolgt nach einer Punkteregelung. Danach werden z.B. für die Gemeindezugehörigkeit (Hauptwohnsitz) pro Jahr 2 Punkte, max. 20 Punkte, vergeben. Menschen mit Behinderung erhalten Punkte nach der Höhe des Grades der Behinderung. Ebenfalls gewichtet wird das Jahreseinkommen. In den einzelnen Einkommensstufen I-III erhalten die Personen mit einem geringeren Einkommen eine höhere Punktezahl. Nach der sich dann ergebenden Reihenfolge erfolgt schließlich die Vergabe der einzelnen Wohnungen.

Derzeit sind alle Wohnungen vermietet. Bewerbungen zum Eintrag auf die Warteliste sind jedoch möglich.

Entsprechende Anträge finden Sie hier als PDF zum runterladen:

→ Mietvergabekriterien
→ Antrag auf Erhalt einer Mietwohnung
→ Erklärung zum Mietwohnungsantrag

  

Am 05.12.2017 fand bereits eine Informationsveranstaltung für Wohnungsinteressenten statt.

 

 

Zustiftungen und Spenden möglich

Der Zweck der Modest Mitterhuber Stiftung ist nach der Stiftungssatzung die Förderung der Alten- und Behindertenhilfe von Bürgern der Gemeinde Schechen, insbesondere durch:

  • Unterstützung von Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe
  • Unterstützung der Seniorenarbeit in der Nachbarschaftshilfe
  • Aufbau und Organisation von „Betreutem Wohnen zu Hause“
  • Errichtung von alten- und behindertengerechten Wohnungen, auch in Form von betreutem Wohnen und Mehrgenerationenhäusern.

Sie möchten diese Zwecke mit einem Betrag Ihrer Wahl finanziell unterstützen? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie der Modest Mitterhuber Stiftung entweder eine Spende oder eine Zustiftung zukommen lassen. Während Spenden direkt für die genannten Zwecke verwendet werden, werden Zustiftungen dem Grundstockvermögen der Stiftung zugeführt und bleiben für immer erhalten.
Mit den Erträgen aus den Zustiftungen, sowie den Spenden werden dann die o. g. gemeinnützigen Zwecke dauerhaft gefördert.

Spenden und Zustiftungen können Sie direkt auf das Konto der Modest Mitterhuber Stiftung bei der

VR Bank Rosenheim,
IBAN: DE83 7116 0000 0005 6444 45

einzahlen.

Bei Zustiftungen geben Sie bitte als Verwendungszweck einfach „Zustiftung“ an. Auf Anforderung stellt Ihnen die Stiftung auch gerne eine entsprechende Zuwendungsbestätigung aus.

Bei Spenden und Zustiftungen bis zu 200 € gilt Ihr Überweisungsträger als Nachweis für das Finanzamt.

21. Oktober 2015

 
→ Bildergallerie Baufortschritt

 

      

Architekturbüro DEPPISCH aus Freising gewinnt Architektenwettbewerb zur Seniorenwohnanlage Modest-Mitterhuber-Stiftung

Auf dem ca. 4.000 m² großen Grundstück an der Marienberger Straße soll in einem ersten Bauabschnitt eine Seniorenanlage mit 14 barrierefreien, altersgerechten Mietwohnungen entstehen. Vorgesehen ist auch ein rd. 100 m² großer Gemeinschaftsraum, der sowohl den Bewohnern als auch Gemeindebürgern zur Verfügung stehen wird.

Zu dem vom Gemeinderat beschlossenen Architektenwettbewerb wurden acht Architekturbüros eingeladen, einen Bebauungsvorschlag zu unterbreiten. Über die zum Teil sehr unterschiedlichen und interessanten Beiträge entschied am 7. Mai mit einem einstimmigen Ergebnis das aus Architekten, Kommunalvertretern und Beratern bestehende Preisgericht.

→ Bilder Architektenwettbewerb

  

Gemeinde beschreitet neue Wege:

Gemeinsam mit Stiftung soll „Betreutes Wohnen“ entstehen

Vom  demografischen Wandel in unserer Gesellschaft – und  damit der Zunahme älterer Menschen in Relation zur Gesamtbevölkerung – ist auch die Gemeinde Schechen nicht ausgenom­men. Seit Jahren befassen sich deshalb Gemeinderat und Bürgermeister in Zusammenarbeit mit Ver­einen und Organisationen der Kommune intensiv mit Fragen der Zukunftsgestaltung von Senioren. Auch die kürzliche Veranstaltung unter dem Motto „Wohnen und Leben im Alter  in Schechen“ – ein Thema um die „Modest-Mitterhuber-Stiftung“ – war diesem Bürgeranliegen gewidmet. Bei dieser Veranstaltung gab Bürgermeister Hans Holzmeier eine interessante Neuigkeit bekannt:  Gemeinde und Stiftung wollen als gemeinsamer Träger ein Projekt „Wohnungen für Senioren in Schechen“ in Verbindung mit einer ambulant betreuter Wohngruppe in Angriff nehmen! Die Gemeinde nimmt damit eine Vorreiterrolle im  Landkreis Rosenheim ein!

Bürgermeister Hans Holzmeier begrüßte mit offenkundiger Freude die zahlreichen Zuhörer im vollbe­setzten Saal des Mesnerwirt in Marienberg und stellte die Fachreferenten vor:  Petra Örtl und Stefan Mayer von der Firma „Mayer und Reif“. Ebenso begrüßte er Karl-Heinz Dommer, der manchem Zuhö­rer bereits vom Konzept „Marktplatz der Generationen“ bekannt ist. Holzmeier verdeut­lichte die demografische Entwicklung aus Erkenntnissen des Seniorenkonzeptes des Landkreises Rosenheim: Während 2010 lediglich 19,5 % ältere Menschen gezählt wurden, erhöhen sich diese Zahlen für 2015 auf 21,2 % und bis 2029 auf 43,5 %. Da der „Altenanteil“ in der Gemeinde Schechen geringer ausfalle, könne man diese Kommune als „relativ jung“ bezeichnen. Der Schwerpunkt liege deshalb grundsätzlich nicht allein bei Planun­gen für den Bau eines Pflegeheimes, sondern auch niedrigschwelligerer Angebote von der altersgerechten und barrierefreien Gestaltung von Wohnungen bis hin zu betreutem Wohnen. Diese Überlegungen beziehen sich auf das als zweckgebundene Stiftung an die Gemeinde Schechen übertragene etwa  4.000 Quadratmeter große Modest-Mitterhuber-Grundstück. Ein späterer bei Bedarf anzudenkender Bau eines Seniorenheimes mit Vollpflege sei dadurch selbstverständlich nicht ausgeschlossen.

Die Mitarbeiterin, Petra Örtl von der Firma „Mayer und Reif“, erläuterte verschiedene Wohnformen, die den Bedürfnissen der älteren Generation gerecht werden sollen; denn nur ein Drittel von ihnen verfüge über eine altersgerechte Wohnung. Sie beschrieb stationäre und teilstationäre Einrichtungen (traditionelle Pflegeheime, Altenwohnheime und ähnliche), Wohneinrichtungen mit ambulanter Pflegeleistung (betreutes Wohnen, Mehrgenerationenhäuser etc.) und Wohnen in der Normalwoh­nung bei Bedarf mit Pflegeleistung (betreutes Wohnen zu Hause, ambulanter Pflegedienst, Tages­pflege und durch Selbsthilfegruppen).

Stefan Mayer, der mit seinem Team in acht Gemeinden der Region neun Pflegeeinrichtungen be­treibt, könnte sich grundsätzlich vorstellen auch als Pächter von derartigen Einrichtungen in Schechen tätig zu werden. Er geht auch auf das vom Bürgermeister vorgestellte Projekt in der Gemeinde Berg am Starnberger See „betreutes Wohnen“ ein und weist auf das Erfordernis von Betreuungsverträgen hin.

Holzmeier verdeutlichte, dass sich die Gemeinde ihrer Verantwortung bewusst sei, die durch die Modest-Mitterhuber-Stiftung auf sie übertragen worden sei und begrüßte die Chance, in Schechen speziell für ältere Menschen eine evtl. auch im Rahmen des sozialen Wohnungsbaues erstellen zu können. Auf Bürgeranfrage erläuterte der Rathauschef, dass nicht vorgesehen sei, Eigentumswohnungen zu errichten, sondern dass barrierefreie Wohnun­gen zu erschwinglichen Preisen angemietet werden könnten.  Dazu bedürfe es zunächst der Fest­stellung, ob Interesse und Bedarf bestehe, was er aber schon nach dieser Versammlung eindeutig bejahen könne. Er bat darum, dass sich Interessenten bei ihm im Rathaus (Tel. 08039/906713) mel­den möchten.

Zur baldmöglichen Realisierung des Projektes soll zuerst das gesamte Grundstück überplant werden; dazu könnte auch ein Architektenwettbewerb mit ent­sprechenden Vorgaben durchgeführt  werden. Auf die Frage eines Zuhörers, wann denn mit dem Baubeginn gerechnet werden könne, antwortete Holzmeier: „Einen genauen Zeitpunkt für Planung, Entscheidungen und den Baubeginn kann ich Ihnen noch nicht nennen; jedoch ist es mein Ziel, bei ausreichendem Interesse bereits im nächsten Jahr den Baubeginn zu erreichen.

                                                                                                                                                                         Lutz Ellermeyer